Archive for Mai, 2015

12
Mai

Olivenbaum Holz ist ein Tausendsassa

Written by admin. Posted in Holzarten

Olivenbaum Holz

Der Olivenbaum stammt aus dem Mittelmeerraum und wird seit dem 4. Jahrtausend v. d. Z. vom Menschen genutzt: Seine Früchte werden gegessen oder zu Olivenöl gepresst, sein Holz wird verarbeitet. Dieser kleine knorrige immergrüne Hartlaubbaum mit stark kanneliertem Stamm wächst wegen der Trockenheit langsam, deswegen ist sein Holz so hart und dicht.

Beste Eigenschaften in Holz

Seine Widerstandsfähigkeit und Abnutzungsbeständigkeit macht Olivenbaum Holz zu einem wichtigen Nutzholz. Es behält seine Form, ist witterungsbeständig und quillt auch im Wasser nicht auf. Sein dunkler, gemaserter Kern ist von unregelmäßigen Adern durchzogen, das Splintholz homogener, in Gelb-, Braun- Rot- und Grüntönen. Diese lebhafte Optik macht es sehr dekorativ. Die feinporige Mikrostruktur ergibt beim Polieren eine schöne glatte Oberfläche, es lässt sich auch gut beizen. Durch das enthaltene Öl riecht es etwas nach Kautschuk, wirkt antiseptisch, ist pflegeleicht und fast vollkommen resistent gegen Pilze und Insekten.

Was man alles daraus machen kann

Olivenbaum Holz trocknet langsam, lässt sich schwer schneiden, reißt und splittert leicht und spaltet uneben. Sie können es aber von Hand und mit Werkzeugmaschinen bearbeiten, besonders gut drechseln und schnitzen, vor allem Wurzelmaserholz, z. B. zu Pfeifenköpfen, Blasinstrumenten und Utensilien für Küche, Bad und Wellness. Exklusive Massivholzmöbel für die Inneneinrichtung, den Terrassen- und Gartenbereich werden daraus gefertigt. Für den modernen Hausbau wird es als nachwachsender Rohstoff genutzt, im Innenausbau als hochwertiges Parkettholz (Zwei-Schicht-Parkett, 10 – 14 mm), als Profilbretter, Rahmenhölzer, Leisten und Treppen. Als Furnier gibt Olivenbaum Holz Innen- und Außenflächen von Möbeln, Türen, Vertäfelungen und Dielen ein attraktives Aussehen.

Was beachten Sie beim Kauf

Das Olivenbaum Holz soll langsam und mit viel Sorgfalt getrocknet werden. Es muss lange lagern, bis zu 10 Jahren, weil sonst Oberflächenrisse, Kernrisse oder Luftrisse (an diesem wird auch Drehwuchs sichtbar) entstehen. Kernsprödigkeit und Kernfäule bewirken Querbrüchigkeit, verminderte Festigkeit und eine raue Oberfläche. Dann können Sie das Holz nicht mehr bearbeiten.
Starker Drehwuchs äußert sich in werfendem Flachholz und drehenden Balken, weil die inneren Spannungen im Holz sich beim Trockenen lösen. Deshalb können Sie es nicht als Konstruktionsholz einsetzen.